Asthaufen

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie diese Asthaufen entdeckt haben?

«Hat hier jemand mittendrin seine Arbeit niedergelegt und ist nach Hause gegangen?»

Mitnichten! Auch wenn die Asthaufen entlang unseres Rebberges auf den ersten Blick als unordentlich und unaufgeräumt erscheinen, so sind diese keinesfalls willkürlich, sondern wurden bewusst angelegt und bieten für viele Lebewesen einen interessanten Lebensraum. Im aufgeschichteten Holz herrscht ein ausgeglichenes Mikroklima und bietet für viele Tiere ein perfektes Quartier und Unterschlupf vor ihren Feinden. Zauneidechsen und Ringelnattern profitieren beispielsweise in solchen Asthaufen von geschützten Hohlräumen in unmittelbarer Nähe ihrer Sonnplätze. Grössere Haufen mit viel Feinmaterial dienen sogar der Eiablage und Überwinterung dieser Tiere.

Das Anlegen dieser Asthaufen erforderte für uns keinen grossen Aufwand. Der Grossteil dieser Asthaufen hat sich ergeben, als wir die alten, 45-jährigen Reben Anfang diesen Jahres ausgerissen haben. Diese Äste haben als neues Zuhause für eine Vielzahl von Tieren somit ein zweites Leben erhalten und leisten in ihrer jetzigen Funktion einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität in Uster; aus alt mach neu sozusagen.

Betreffend Standort und dem Aufbau eines solchen Asthaufens, gilt es aber, einige Punkte zu beachten:

 

Standort:

  • Dieser muss gut besonnt sein und an einer möglichst ungestörten und windgeschützten Stelle platziert werden.
  • Für Amphibien sollte der Asthaufen im Halbschatten und in Gewässernähe aufgebaut werden.
  • Nach Möglichkeit sollte der Standort entlang von Hecken oder an Waldrändern seinen Platz finden.